LOUD´N´SICK - Review Unholy Fire

Damaged Justice - Unholy Fire

Die Metalheads von Damaged Justice aus Herne machen zwar schon seit knapp zehn Jahren zusammen Musik, nach einigen Demos und Beiträgen für diverse Sampler ist Unholy Fire aber das erste "richtige" Album, wobei die Inlays und Cover hierbei noch stark "Hausgemacht" anmuten. Was man von den Aufnahmen selber zum Glück nicht behaupten kann, denn diese klingt - zumindest wenn man sie durch mein bescheidenes Equipment hört - ordentlich Professionell.
Am liebsten würde ich die Musik von Damaged Justice in die "Power Metal"-Schublade stecken, allerdings sind die Songs dafür etwas zu subtil und dunkel, und vom typischen Eunuchengesang wird man auch verschont. Und für den Namen "Gothic Metal" ist es schon wieder zu flott und treibend.
Nach dem zweiminütigen Intro entsteht sofort eine düster-heroische Stimmung, nicht so zum drauf abgehen, mehr zu einem relativ entspannten Headbangen. Der Gesang Klingt zwar etwas von der Musik abgehoben, fast wie eine melodische Erzählung über Begleitmusik, trägt aber nichtsdestotrotz enorm zu dieser Stimmung bei, ebenso die meist sehr passenden Tempowechsel wie z.B. in "Leave Your Fears Behind".
Ein wenig fehlen dem Album jedoch noch die Songs, an die man sich erinnert und die aus dem durchgehend passablen Album hervorstechen. Na ja, ist für eine Quasi-Demo wohl eher besser einen "nur" guten Gesamteindruck zu hinterlassen als zwei geile Songs und ein Haufen Kruppzeug auf der Scheibe zu haben.